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Das glücklichste Volk.

Erhellendes zur Frage: Macht an Gott (oder an ein anderes höheres Etwas) glauben wenigstens glücklich? Eine Antwort darauf aus einem Artikel über die Piraha-Indianer am Amazonas:

Mit 26 Jahren zieht der Missionar Daniel Everett in den brasilianischen Urwald, um den Stamm der Pirahã zu bekehren. Sieben Jahren später verlässt er die Indianer – seinen Glauben hat er verloren.

Everett, der gläubige Christ, wird von den etwa fünfhundert Pirahã-Indianern fröhlich empfangen. Sie nehmen ihn auf, er wohnt mit ihnen, studiert ihr alltägliches Leben. Er beobachtet sie beim Fischen, Jagen, Beerensammeln und Maniokausgraben. Eines fällt ihm dabei von Anfang an auf: «Alle schienen glücklich zu sein. Jedes Gesicht zierte ein Lächeln», schreibt er. Mit der Zeit beginnt er, ihre Sprache zu lernen. Diese ist aussergewöhnlich: Die Pirahãs kennen weder Farbbezeichnungen wie rot und gelb noch Zahlen, und folglich können sie auch nicht rechnen.

Leben im Jetzt.

Auch sprechen sie nicht über Dinge, die sie nicht selbst erlebt haben: die ferne Vergangenheit also, Fantasiegebilde oder die Zukunft. Das wird Everett bewusst, als er das Wort «xibipíío» lernt. Er hört es beispielsweise, wenn ein Jäger aus dem Dschungel kommt oder ein Boot hinter einer Flussbiegung auftaucht. Die Pirahãs benutzen es auch, wenn ein Flugzeug vorbei fliegt, oder wenn ein Zündholz erlischt. «Schliesslich wurde mir klar, dass dieser Begriff das benennt, was ich als Erfahrungsschwelle bezeichne: den Vorgang, die Wahrnehmung zu betreten und zu verlassen.»

Wichtig ist für die Indianer nur die stattfindende Gegenwart, das Jetzt. Darum verlaufen alle Missionierungsversuche Everetts im Sande. Weil nur über das unmittelbar Erlebte gesprochen wird, kennen die Piraha weder Schöpfungsmythen noch andere Überlieferungen. Sie interessien sich schlicht nicht für Jesus. «Wir sind keine Amerikaner. Wir sind Pirahã, und Pirahã glauben nicht an Jesus», sagen sie. Dass Everett ihnen keinen lebenden Augenzeugen für Christus Existenz vorführen kann, macht sie umso skeptischer. «Hast du ihn gesehen, welche Hautfarbe hat er, wie gross ist er?», fragen sie. Everett entgegnet, dass weder er noch andere Jesus gesehen haben. «Also niemand, den du kennst, hat ihn gesehen? Warum erzählst du uns dann von ihm? Wir würden nie über etwas sprechen, wofür wie keine Beweise haben.»

«Glücklicher als Christen».

Darauf wendet sich Everett von der Religion ab, seine Ehe zerbricht. Das einfache Lebensglück der Pirahã hat ihn bekehrt. «Das Aussergewöhnlichste, das den Menschen auffällt, die die Pirahã mit mir besuchen, ist ihre Zufriedenheit. Wie sie einfach den ganzen Tag am Strand sitzen und hungern oder fischen.» Everett bewundert ihre Belastbarkeit und ihre Fähigkeit, mit Problemen umzugehen; es sei aber nicht so, dass ihr Leben einfacher wäre als unseres. Everetts Fazit: «Ich stellte fest, dass sie bereits glücklicher waren als alle Christen, die ich kannte», sagt er. «Sie sind glücklicher wegen ihrer inneren Kraft und der kulturellen Werte, die westliche Kulturen nicht mehr besitzen.»”(Auszug aus einem Artikel in der “Basler Zeitung”)

Humanistenstadtcarneval.

Laternen auf dem Münsterplatz.

Die duet är sicher nid lang bhalte -

syy hett am Buuch scho zimmlig Falte.

Die klerikali Goschdymdante

Die muess jo im Museum lande.

My Luscht duet ständig ändere.

Zum Glügg isch si Linggshändere.

E Frau för mi? – Das wäär dr Hit.

Zöli oder zöli nit?


D’Frau Pfarre mues -

die armi Däsche -

sich immer mit

Weywasser wäsche.

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Ein paar Schnitzelbänke.

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(„Ruggsytte“ zum Thema „Tschador“)

Di oberschty, das isch d Miss Afghanistan

Die mittlery, das isch d Miss Tadschikistan

Aber au die underschty zellt zue de Chique

Dasch dr Tambourmajoor vo ere Fraueclique.

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(„Gasladärne“ zum Thema „Meinungsfreiheit“)

Das Minarettplakat  wird vielerorts verbotte.

Das vo der Leuthart hätt me au nimm zaige  wotte.

Das vo der IV rait sich au no in dä Raige.

Lägg hänn mir Gligg, as mir no d Helge derfe zaige!

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(„Stächpalme“ zum Thema „religiöse Unterwanderung“)

Inschaallah, o salem aleikum.

Hassan, Ali: dali hai kum!

Döner Kebab, Fatima Burka, Tamoilbenzin:

Yych statt Schnitzelbänkler dänk glyy Schnitzelmuezzin.

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(„Singvogel“ zum Thema „Kopftücher“)

Wänn ächt die Fraue, wo ihr Kopfduech präsentiere,

jetzt au scho s’Eglisee schlyychend islamisiere?

Doch halt, villicht sinn s jo – me ka das nie ganz wisse –

Nur arbeitslosi Riechemer Diakonisse.

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(„Singvogel“ zum Thema „internationale Toleranz“)

Für 14 Daag goht d Müllere mit Easy-Jet

Nach Marokko und gseht dert e  Minarett

Und sait zer Huebere: Die dien do wyterbätte,

wie wenn si nyt vo däm Verbot erfahre hätte.

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Plakate im Stil der Freidenker-Kampagne.



23. Februar 2010 Tags: | Kategorie: Humanismus, Oh my god, Panorama, Religionskritik | Kommentare (0)

Gelebtes Zen.

Warum Leonhard Cohen auf dieser Site? Für mich ist sein spiritueller Werdegang beispielhaft.  Aufgewachsen wie die meisten Menschen in seiner zufällig so gearteten religiösen Welt, war er stets offen für das Leben, für die Vielfalt religiöser, spiritiueller, philosophischer Anleitungen und Rezepte zur  Lebensbewältigung. Er hat schliesslich zum Zen-Buddhismus gefunden.  Zu jener Spiritualität, die gänzlich ohne die Krücke eines “Gottes”, ohne monotheistischen Humbug, ohne eifersüchtiges Machtgehabe, ohne kriegerisches Unterwerfen und heilloses Missionieren und ohne die Geistesfreiheit einschränkende Dogmen auskommt. Leonhard Cohen, ein Humanist im wahrsten Sinn des Wortes. Was ich meine, gibt der FAZ-Artikel über sein  Konzert in Lörrach  schön wieder. “Leonard Cohens Konzerte ähneln ohne jede Blasphemie dem Ritus und Rhythmus einer Messe. Er, der kanadische Jude, amalgamierte seine melancholischen Prophetien früh mit dem Erlösungsversprechen des Katholizismus – „now the flames they followed Joan of Arc“. In langer klösterlicher Zurückgezogenheit hat er vor einigen Jahren zum Zen-Buddhismus gefunden. Leonard Cohen ist ein Mann, den Spiritualität wie ein Glanz von innen umgibt.”

Courteoisie im Dienst des Zuhörers: Cohen zieht den Hut ans Herz

17. Februar 2010 Tags: , | Kategorie: Humanismus, Panorama, Zen | Kommentare (0)

Nichtmissionarisch.

Diese humanitären Hilfswerke und gemeinnützigen Organisationen verdienen Ihre Unterstützung. Sie sind konfessionsfrei und arbeiten, ohne zu missionieren, ohne  religiöse oder kirchliche Propaganda, unabhängig davon, ob die Bedürftigen einer Konfession angehören oder nicht. Spenden Sie. Die Liste wird laufend erweitert und geprüft.

Unicef Aktuelle Kampagne: Stopp Mädchenbeschneidung.

Médecins sans frontières

Pro Natura

Non-Belivers giving aid

Humanist Charities

Rotes Kreuz

Terre des hommes schweiz Aktuelle Kampagne: Gegen Gewalt tätig.

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Humanistische Angebote.

1. Diene weder fremden noch heimischen „Göttern“, sondern dem großen Ideal der Ethik, das Leid in der Welt zu mindern!

2. Verhalte dich fair gegenüber deinem Nächsten und deinem Fernsten!

3. Habe keine Angst vor Autoritäten, sondern den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!

4. Du sollst nicht lügen, betrügen, stehlen, töten – es sei denn, es gibt im Notfall keine anderen Möglichkeiten, die Ideale der Humanität durchzusetzen!

5. Befreie dich von der Unart des Moralisierens! Trage dazu bei, dass die katastrophalen Bedingungen aufgehoben werden, unter denen Menschen heute verkümmern, und du wirst erstaunt sein, von welch freundlicher, kreativer und liebenswerter Seite sich die vermeintliche „Bestie“ Homo sapiens zeigen kann.

6. Immunisiere dich nicht gegen Kritik! Ehrliche Kritik ist ein Geschenk, das du nicht abweisen solltest.

7. Sei dir deiner Sache nicht allzu sicher! Zweifle aber auch am Zweifel! Selbst wenn unser Wissen stets begrenzt und vorläufig ist, solltest du entschieden für das eintreten, von dem du überzeugt bist. Sei dabei aber jederzeit offen für bessere Argumente, denn nur so wird es dir gelingen, den schmalen Grat jenseits von Dogmatismus und Beliebigkeit zu meistern.

8. Überwinde die Neigung zur Traditionsblindheit, indem du dich gründlich nach allen Seiten hin informierst, bevor du eine Entscheidung triffst!

9. Genieße dein Leben, denn dir ist höchstwahrscheinlich nur dieses eine gegeben!

10. Stelle dein Leben in den Dienst einer „größeren Sache“, werde Teil der Tradition derer, die die Welt zu einem besseren, lebenswerteren Ort machen woll(t)en! Eine solche Haltung ist nicht nur ethisch vernünftig, sondern auch das beste Rezept für eine sinnerfüllte Existenz.

(Diese Kurzfassung der 10 Angebote des Humanismus erschien u.a. in dem Buch: Die goldenen Regeln der Menschheit. Was man tun muss, wenn man das Richtige tun möchte: Lebensregeln, Gebote und Tugendkataloge vom Altertum bis heute. (Autor: Bernd Harder, Pattloch Verlag, 2006)

Weitere Informationen

20. Januar 2010 Tags: | Kategorie: Humanismus, Panorama | Kommentare (0)